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20th IFP World Congress of Psychotherapy
Veranstalter:
Im Juni 2010 veranstaltet die Verbindung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Ärzte und Ärztinnen der Schweiz, die FMPP, als Dachverband der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Fachgesellschaft SGKJPP sowie der Psychiatrischen Fachgesellschaft SGPP ihren Jahreskongress in Luzern. Diese Veranstaltung findet gemeinsam mit der International Federation for Psychotherapy IFP statt, die 2010 ihren 20. Weltkongress ausrichtet.
Inhalt:
Wen-Shing Tseng, Präsident der World association of cultural psychiatry, einer der Plenarsprecher des Kongresses, definiert Kultur als dynamisches Konzept, das sich auf Überzeugungen, Verhaltensweisen und Wertsysteme bezieht, die in den frühen Lebensjahren durch die kulturelle Sozialisation geprägt werden, und so zu einem verinnerlichten Regulationssystem von Verhalten, Handlungen und Emotionen werden. Psychotherapie, die sich kompetent und achtsam mit den kulturellen Lebensbedingungen auseinandersetzt, versucht die kulturellen Anteile der psychischen Erkrankung und des hilfesuchenden Verhaltens ihrer Patienten zu verstehen, und auch die kulturspezifischen Erwartungen des Patienten in seine Behandlung zu erfassen.
Psychotherapie ist aber auch eine wissenschaftlich begründete Behandlungsform psychischer Erkrankungen. Sie wird von speziell, meistens akademisch ausgebildeten Fachleuten durchgeführt, die empirisch erprobte Therapien für die Gesundung und das Wohlergehen ihrer Patienten einsetzen. Psychologische, neurobiologische und andere wissenschaftliche Kenntnisse sind nötig, um sowohl das Entstehen psychischer Erkrankungen zu verstehen, als auch eine angemessene Behandlung zu ermöglichen. In dieser Arbeit sind Psychotherapeuten immer wieder herausgefordert, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und in einem interdisziplinären und interprofessionellen Feld einzubringen und zu erproben. In andern Worten heisst das, dass sich Psychiater und Psychotherapeuten in einem konstanten, gegenseitigen, transkulturellen und interprofessionellen Kontakt und Lernprozess eingeben müssen, wozu unser Kongress eine einzigartige Gelegenheit ist.
Neben Hauptvorträgen, Symposien und Workshops sollen Neuentwicklungen aus dem Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapie vorgestellt werden, und der Kontakt unter den Kongressteilnehmern im Sinne einer Vernetzung über die Landesgrenzen hinaus gefördert werden. Neben einem mannigfaltigen Angebot an englischsprachigen Veranstaltungen wird die FMPP einen eigenen „Swiss track“ zu aktuellen Themen aus dem Gebiet der Psychiatrie und Psychotherapie organisieren. In deutscher und französischer Sprache soll der aktuelle Wissensstand und dessen Anwendung in der Behandlung psychischer Erkrankungen aus Schweizer Sicht dargestellt werden. Neben dem internationalen Teil des Kongresses und dem schweizerisch geprägten Swiss track werden die teilnehmenden pharmazeutischen Unternehmen mit eigenen Veranstaltungen ein Licht auf die psychopharmakologische Behandlung werfen. Die Stadt Luzern mit ihrem breit gestreuten, vielfältigen kulturellen Angebot, das KKL als beeindruckendes, grosszügiges Kongresszentrum sowie die Möglichkeit vielfältigen kollegialen Austauschs unter Kollegen und Kolleginnen aus der Schweiz, aber auch aus der ganzen Welt, werden eine einzigartige Kongressatmosphäre erzeugen.
Plenary speakers:
Merle Friedman, PhD, Johannesburg, South Africa
Nana Hosogane, MD, Tokyo, Japan
Lutz Jäncke, PhD, Zurich, Switzerland
Tanya Luhrmann, PhD, Standford, USA
Wen-Shing Tseng, MD, Hawaii, USA
Umfassende Informationen sowie das Kongress-Programm finden Sie unter http://www.ifp-fmpp2010.com/
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