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„I feel good – Wohlfühlen im 15.“ – eine erfolgreiche Premiere
Aufbruchsstimmung und rege Beteiligung am Projekt
Montag, 19. April 2010
Die erste Wiener Bezirks-Gesundheitskonferenz fand aus guten Gründen in Rudolfsheim-Fünfhaus statt. Einerseits verfügt der Bezirk bereits über viele engagierte Initiativen und Angebote im Sinne von Gesundheitsförderung und Prävention. Eine bessere Vernetzung dieser Maßnahmen, um Synergien zu entwickeln und Ressourcen zu bündeln, schien sehr vielversprechend, um den Menschen leichter zugängliche und bessere Gesundheitsangebote zu machen.
Aber auch sozio-demografische Faktoren und vorliegende Gesundheitsdaten waren ausschlaggebend.
Ein mit 32,3% der Wohnbevölkerung überproportional hoher Anteil an AusländerInnen, ein niedriges Bildungsniveau und das niedrigste Individualeinkommen in Wien belegten, dass die BewohnerInnen von Rudolfsheim auch schwierigere Bedingungen haben, um gut für ihre Gesundheit zu sorgen. Ihre kürzere Lebenserwartung – sie werden im Durchschnitt nur 77,3 Jahre alt und sterben damit viereinhalb Jahre früher als BewohnerInnen des ersten Bezirkes – unterstreicht diese Benachteiligung.
Durch die 1.Bezirks-Gesundheitskonferenz sollte ein gemeinsamer Prozess ins Rollen kommen, in den alle relevanten Institutionen und Personen ihr Know-how und ihre Ideen einbringen.
Die Veranstaltung zeichnete sich vor allem durch Konstruktivität und hohe Produktivität aus. Gleich nach der Begrüßung bildeten die TeilnehmerInnen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen und Organisationen sechs Arbeitsgruppen, die von einem Moderatorinnenteam und Inputgebern unterstützt wurden.
Leichter zugängliche und bessere Gesundheitsversorgung für alle
Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger stellte den TeilnehmerInnen das Projekt „I feel good – Wohlfühlen im 15. Bezirk“ vor. Zu den Zielen zählt etwa eine bessere Unterstützung von benachteiligten Bevölkerungsgruppen, um diesen einen leichteren Zugang zur Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Maßnahmen zur Integration sollten verstärkt werden, sowie vorhandene kulturelle Eigeninitiativen für die Öffentlichkeit besser sichtbar gemacht werden. Gemeinsame Aktionsfelder von vorhandenen Initiativen sollten identifiziert werden, um in Zukunft Kräfte zu bündeln. Die vielen bereits vorhandenen und wirksamen Maßnahmen im Bezirk sollten gestärkt und erweitert werden. „Wohlfühlen im 15.“ soll für alle BewohnerInnen ermöglicht werden und aus Rudolfsheim-Fünfhaus einen Vorzeigebezirk in der Wiener Gesundheitsversorgung machen.
In einer ersten Runde sammelten die Arbeitsgruppen ihre spontanen persönlichen Eindrücke zu diesem Vorhaben und gaben Tipps zur Umsetzung aus der Perspektive ihres jeweiligen Bereichs.
Danach wurden ausgewählte Projekte und Maßnahmen aus dem Bezirk präsentiert, deren Vorteile in einer zweiten Runde von den Gruppen verdeutlicht wurden. Abschließend benannten die ExpertInnen die aus ihrer Sicht wichtigsten Aktionsfelder der nächsten zwei Jahre.
Am Ende der Veranstaltung wurde bei einem Get Together rege diskutiert, die Stimmung war sehr zuversichtlich. Bis zur nächsten Konferenz im Mai werden zwei Arbeitsgruppen erste Ergebnisse liefern. Die Strategie nicht von außen anzuordnen, sondern auf die Wertschätzung von regionalem Know-how, auf vorhandene Strukturen und bewährtes Engagement zu setzen, wirkte bei dieser Startveranstaltung sichtlich inspirierend. Nun freuen sich alle aufs Weitermachen. Ein schöner Fortschritt für alle BewohnerInnen des 15. Bezirks.
Fotos der Bezirksgesundheitskonferenz finden Sie hier
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