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Armut ist weiblich – Hilfe ist nötig

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Jede zehnte Frau in Österreich ist von existenzieller Armut bedroht.

Montag, 02. August 2010

Ein neuer Ratgeber der Volkshilfe Österreich informiert über die Ist-Situation, lässt Frauen mit Armutserfahrungen zu Wort kommen und schlägt Handlungsanleitungen für betroffene Frauen vor.


armutweiblich281.000 Frauen in Österreich leben in Armut. Das sind sieben Prozent aller in diesem Land lebenden Frauen. 13 Prozent der Frauen sind von Armut bedroht. Am häufigsten geraten Alleinerzieherinnen, Pensionistinnen und Migrantinnen in existenzielle Not. Im Durchschnitt verdienen Frauen immer noch 40 Prozent weniger als Männer. Rechnet man die Teilzeitbeschäftigten heraus, beträgt der Einkommensunterschied immer noch 22 Prozent.

 Wege aus der Armutsfalle

Um Frauen, die in materielle Not geraten sind, Wege aus der Krise aufzuzeigen, hat die Österreichische Volkshilfe einen Ratgeber aufgelegt, der nicht nur über die Situation von Frauen in Armut informiert und Betroffene zu Wort kommen lässt, sondern auch konkrete Handlungsanleitungen aufzeigt, wie Frauen der Armutsfalle entkommen können. So wissen viele Betroffene etwa viel zu wenig über Hilfsangebote von Bund, Städten und Gemeinden sowie Non Profit-Organisationen Bescheid.

Anlässlich der Präsentation der Broschüre sagte die TV-Moderatorin Barbara Stöckl: „Es ist eine Schande, dass es in Europa immer noch Armut gibt, und sie ist oft weiblich.“ Die Botschafterin des Europäischen Jahrs gegen Armut unterstützt Maßnahmen wie die Erstellung der neuen Broschüre, „die Lösungsansätze speziell für Frauen transportiert.“

 

Ihr seid nicht alleine!


Auch politische Forderungen sind im Ratgeber „Armut ist weiblich!“ enthalten: „Wir leisten mit dieser Broschüre Bewusstseinsarbeit und bieten Hilfestellung für Organisationen und Vereine, die in ihrer tagtäglichen Arbeit mit Armut konfrontiert sind“, sagte der Verena Fabris, Armutsexpertin der Volkshilfe anlässlich der Vorstellung des Ratgebers. „Wir wollen den Frauen damit sagen: Ihr seid nicht alleine. Und es ist euer Recht, bestehende Hilfsangebote in Anspruch zu nehmen“, so die Armutsexpertin.

 

Die Broschüre wurde von der Österreichischen Volkshilfe produziert. Die Produktion wurde von der Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek finanziell unterstützt. Die Broschüre kann hier heruntergeladen werden: 

http://www.volkshilfe.at/folder/76/web_Volkshilfe_Armut%20ist%20weiblich.pdf.

Sie liegt in diversen Beratungseinrichtungen sowie in den von der Volkshilfe in ganz Österreich betriebenen Einrichtungen auf.

 

Hier finden Sie die Website zum Europäischen Jahr der Armut: http://www.2010gegenarmut.at/cms/2010GA/RE/

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