Shortcuts: S:Startseite

Inhalt Navigation Pfadangabe Metanavigation Fußzeile  
Stadt Wien

Schriftgröße

Schrift verkleinern Schrift auf Standardgröße setzen Schrift vergrößern

Kontraste

Kontrast auf Standardwert stellen Kontrast auf Weiß/Schwarz umstellen Kontrast auf Blau/Weiß umstellen Kontrast auf Weiß/Blau umstellen Kontrast auf Gelb/Schwarz umstellen Kontrast auf Schwarz/Gelb umstellen

| Erweiterte Suche
Frauengesundheit-Wien Startseite
Frauengesundheit-Wien Banner

Metanavigation

Breadcrumb

Navigationsmenü

Inhalt

Die selbstbewusste Frau - eine bedrohte Art

Auftakt für internationale Initiative gegen gesellschaftliche Körpernormen

Mittwoch, 16. März 2011

Am 4. März fand in London das erste einer Reihe von internationalen Gipfeltreffen unter dem Titel „Endangered species“ statt. Ziel der Konferenzen ist, jene Werbe-, Wirtschafts- und Kulturtrends bewusst zu machen und zu verändern, die Frauen und jungen Mädchen ungesunde Schönheitsideale vorgeben. Das Wiener Programm für Frauengesundheit erntete in diesem Zusammenhang besondere Anerkennung für seine vielfältigen Projekte.


Michaela Langer, Susie Orbach, Beate Wimmer-Puchinger - Copyright Wiener Programm fur Frauengesundheit„Endangered species“ ist eine Initiative des „The Women`s Therapy Centre Institute“ aus New York und der Non-Profit-Organisation „AnyBody“ der Frauenrechtsaktivistin Susie Orbach. Der Pionierveranstaltung am 4. März in der Londoner Royal Festival Hall, werden noch diesen März gleichnamige Kongresse in New York, Buenos Aires, Melbourne und Sao Paulo folgen. Die Gipfeltreffen dienen vor allem der Präsentation erfolgreicher Projekte, um den medial propagierten ungesunden Körpernormen Pandemie weltweit Einhalt zu gebieten. Für Österreich nahmen die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger und ihre Stellvertreterin Frau Mag.a Michaela Langer teil.


Regierungsprogramme
Der „endangered species“-Gipfel in London wurde durch die liberaldemokratischen Politikerinnen Lynne Featherstone, Ministerin für Gleichbehandlung und Jo Swinson, schottische Parlamentsabgeordnete, tatkräftig unterstützt. Die beiden Parlamentarierinnen haben in jüngster Vergangenheit gemeinsam eine Kampagne geleitet, in der sie sich für die gesetzlich verankerte Kennzeichnungspflicht retuschierter Körperdarstellungen einsetzten. So sollen die BetrachterInnen auf  unrealistische Ideale sensibilisiert werden. Ihre Kampagne „body confidence“ umfasst außerdem die Forderung nach einem BMI-Gesundheitszertifikat für Models, neue Unterrichtsfächer für kritischen und bewussten Medienumgang, sowie die Unterweisung von Modestudenten auch für größere Größen zu entwerfen.


Unter den staatlichen Initiativen fanden die Projekte des Wiener Programms für Frauengesundheit, präsentiert von Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, Anerkennung. „Wir arbeiten ständig daran, dieses gesamtgesundheitliche Problem krankmachender gesellschaftlicher Körpernormen auf gesellschaftlicher Ebene, auf Expertenebene und natürlich auf Ebene der Betroffenen zu thematisieren und dem gesunde Bilder und Botschaften entgegenzusetzen.“, so die Wiener Frauengesundheitsbeauftragte, die die Aktivitäten der „Wiener Initiative S-O-Ess – Gemeinsam gegen ungesunde Körperideale“ vorstellte.


Innovative Highlights
Als besonders innovativ fiel die von Debrah Bourne präsentierte Kampagne „All walks beyond the catwalk“ auf, die erstmals im September 2008 bei der London Fashion Week gelaunched wurde. Intention ist die Erweiterung des Modehorizonts um die Vielfalt aller Körperformen und Altersgruppen.
Ein ganzes Programm an Ideen wurde von Stephanie Ifill unter dem Namen „Stephanie Heart Project“ vorgestellt. Die junge Kreativ-Direktorin hat vor einigen Jahren begonnen, Aktionen zu setzen, um Mädchen ihr natürliches Selbstbewusstsein zurückzugeben. Neuestes, vorgestelltes Projekt war das „Model-Meter“: die Schablone einer Model-Silhouette, in die Stephanie Frauen mit unterschiedlichen hineinstellte und fotografierte, um hervorzuheben: „one size does not fit all“.


Bemerkenswerte Organisationen
Neben staatlichen Projekten, wurden auch nicht staatliche Organisationen und ihre Ansätze, die weibliche Selbstwahrnehmung zurechtzurücken, vorgestellt. Hervorgestochen hat diesbezüglich „object“, die sich gegen die Sexualisierung von Frauen einsetzen und „pink stinks“, deren Ziel es ist, dem rosa Barbie- und Prinzessinnenklischee in Werbung und Medien erstrebenswerte und kraftvolle Vorbilder für Frauen und Mädchen entgegenzusetzen. „Pink stinks“ zeigt mädchen- und frauenfeindliche Marketingkampagnen auf und hebt ebenso besonders Gelungene hervor. Unter www.cooltobe.me unterstützt „pink stinks“ Frauen mit echter Vorbildwirkung.


Alle Beiträge des ersten „endangered species“ Kongresses in London, stehen unter:

http://thepodcastcompany.co.uk/endangered-species-seminar-4-3-11 zum freien download bereit.

Weitere Informationen zu den spannenden Initiativen finden Sie unter:
www.endangeredspecieswomen.org
www.s-o-ess.at
www.campaignforbodyconfidence.org.uk
www.allwalks.org
www.pinkstinks.co.uk
www.stephanieheart.com
www.object.org.uk

Diese Seite  Drucken drucken  Weiterempfehlen weiterempfehlen  Bewerten bewerten