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Eierstockkrebs

Was ist Eierstockkrebs?

Eierstockkrebs ist eine bösartige Geschwulst des Eierstocks. Die meisten Geschwülste des Eierstocks sind gutartig, jedoch ist Eierstockkrebs ein sehr aggressiv wachsender Tumor, der sehr schnell Metastasen (Tochtergeschwülste) bildet, die sich in der Bauchhöhle ausbreiten.

Da Eierstockkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht, wird er häufig erst sehr spät erkannt.

Derzeit ist keine Früherkennung möglich!

 

Wie häufig kommt Eierstockkrebs vor?

In Österreich erkranken jährlich etwa 1.000 Frauen an Eierstockkrebs. Am häufigsten tritt Eierstockkrebs zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf, etwa 15 % aller Erkrankungen kommen jedoch auch in jüngeren Jahren vor.

Da etwa zwei Drittel der Erkrankungen erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt werden, ist auch die Prognose dieser Krebserkrankung ungünstiger als bei den übrigen Krebserkrankungen der Frau. Dafür spricht Eierstockkrebs sehr gut auf zytostatische Medikamente an.

 

Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es?

  • Eindeutige Risikofaktoren sind nicht bekannt
  • In ca. 5% ist eine familiäre Vorbelastung vorhanden und durch genetische Veränderungen bedingt

 

Faktoren, die das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken verringern:

  • Einnahme von oralen Verhütungsmitteln

Krankheitsverlauf

Zunächst bereitet der Eierstockkrebs keine Beschwerden. Siedeln sich jedoch die Metastasen in der Bauchhöhle an, nimmt der Bauchumfang zu und führt zu einem unklaren Druckgefühl im Unterbauch, eventuell in Verbindung mit Übelkeit, Erbrechen, allgemeiner Schwäche und Atemnot. Eierstockkrebs wird oft sehr spät und häufig zufällig bei einer Unterleibsuntersuchung entdeckt, wenn die Geschwulst schon auf die Blase oder den Darm drückt.

 

Untersuchungsmöglichkeiten bei Verdacht auf Eierstockkrebs:

  1. Abtastung der Eierstöcke
  2. Ultraschalluntersuchung
  3. Computer-Tomographie
  4. Blutuntersuchung mit Messung von Tumormarkern

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung von Eierstockkrebs erfolgt durch eine Operation, Strahlentherapie oder medikamentöse Therapie. Die Methode der Wahl ist abhängig vom Tumorstadium. Das Hauptziel der Behandlung ist die vollständige Entfernung des bösartigen Geschwulst. Dabei kann es zur Entfernung der beiden Eierstöcke, der Gebärmutter, des Bauchnetzes und der Lymphknoten kommen. Eventuell ist es auch notwendig Teile des Darms oder der Blase zu entfernen.

Medikamentöse Therapie

Heutzutage werden fast alle Stadien der Eierstockerkrankung mit einer zytostatischen Therapie nachbehandelt, um noch verbleibende Tumorreste wegzubehandeln.

Strahlentherapie

Sie wird heutzutage bei Eierstockkrebs nur noch selten angewendet. Hauptsächlich zur lokalen Bestrahlung von Rezidivien und zur Vermeidung von Blutungen.

 

 

Quellen:

http://www.krebshilfe.net/information/vorsorge/frauen/eierstockkrebs.shtm

http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/eierstockkrebs.htm

 

 

 

Wir danken für die fachkundige Durchsicht Herrn Prof. Dr. Ernst Kubista (Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien) 

Links zum Thema Krebs

 

 

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