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Gebärmutterkörperkrebs

Was ist Gebärmutterkörperkrebs?

Gebärmutterkörperkrebs entwickelt sich, wenn in der Schleimhaut, die den Hohlraum der Gebärmutter auskleidet, Zellveränderungen auftreten. Dies geschieht sehr langsam und häufig in der letzten Phase vor den Wechseljahren oder danach. Bei Frauen vor den Wechseljahren kommt dies seltener vor, da sich die Schleimhaut jeden Monat erneuert und während der Regelblutung ausgestoßen wird.

Wie häufig kommt Gebärmutterkörperkrebs vor?

In Österreich liegt die Zahl der Neuerkrankungen an Gebärmutterkrebs bei etwa 1.000 Frauen jährlich. In Wien war im Jahr 2002 Gebärmutterkörperkrebs für 5% aller Krebsneuerkrankungen von Frauen verantwortlich.

Welche Ursachen und Risikofaktoren gibt es?

Die genaue Ursache von Gebärmutterkörperkrebs ist bis dato noch nicht genau geklärt. Begünstigende Risikofaktoren sind allerdings:

  • Alleinige Östrogentherapie (ohne Gestagene) von Wechselbeschwerden
  • Fettleibigkeit
  • Zuckerkrankheit
  • Hoher Blutdruck
  • Das Fehlen von Schwangerschaften und Geburten
  • Genetische Vorbelastung durch das BRCA1-Gen (=Brustkrebsgen)

 

Wie beim Eierstockkrebs kann die Einnahme oraler Verhütungsmittel das Entstehungsrisiko von Gebärmutterkörperkrebs verringern.

Früherkennung von Gebärmutterkörperkrebs

  • Blutung aus der Scheide bzw. Gebärmutter
  • Bräunlicher oder gelblicher Ausfluss
  • Unter Umständen auch wehenartige Schmerzen

Untersuchung und Abklärung

  • Vaginalsonographie (= Ultraschalluntersuchung über die Scheide)
  • Gebärmutterspiegelung (= Hysteroskopie)

Welche Behandlungsmöglichkeiten bei Gebärmutterkörperkrebs gibt es?

Zur Beurteilung der Ausdehnung von Gebärmutterkörperkrebs werden eine Computer-Tomographie oder eine Kernspin-Tomographie verwendet.

Bei Gebärmutterkörperkrebs müssen durch eine Operation die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt werden, da sich die Erkrankung häufig auch in den Eierstöcken ausbreitet. Je nach Tumorstadium müssen weiters auch die Lymphknoten im Bereich des Beckens und/oder eine Scheidenmanschette entfernt werden.

Manchmal wird zusätzlich zur Operation auch eine Bestrahlung und selten eine Hormonbehandlung angeordnet. In einem sehr weit fortgeschrittenen Tumorstadium wird eine alleinige Strahlentherapie eingesetzt.

Heilungschancen (Prognose)

Bei rechtzeitiger und erfolgreicher Behandlung ist eine endgültige Genesung sehr wahrscheinlich. Generell besitzt diese Krebserkrankung eine sehr gute Prognose, da bereits drei Viertel der Fälle in einem frühen Stadium erkannt und behandelt werden können.

Quelle:

http://www.krebshilfe.net/information/vorsorge/frauen/gebaermutterkoerperkrebs.shtm

http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/gebarmutterkrebs.htm

 

 

Wir danken für die fachkundige Durchsicht Herrn Prof. Dr. Ernst Kubista (Universitätsklinik für Frauenheilkunde Wien)

 

Links zum Thema Krebs:

- Österreichische Krebshilfe

- Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie 

- Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie 

- Strahlentherapie

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