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Mädchengesundheit

 

 

  • Die Pubertät ist für jeden, Mädchen sowie Buben, ein sehr intensiver und herausfordernder Abschnitt im eigenen Leben.
  • Jeder hat unterschiedliche Bedürfnisse.
  • Viele erleben diese Zeit im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, körperlichen Veränderungen und ihren biografischen Erfahrungen.
  • Mädchen in der Pubertät sind mit der ständigen Sexualisierung ihres Körpers konfrontiert („Du bekommst aber einen schönen Hintern!“). Anderseits erleben sie die Sprachlosigkeit hinsichtlich wichtiger körperlicher Vorgänge, etwa dem weiblichen Orgasmus. Die Klitoris, das weibliche Lustorgan, bleibt immer noch oft unerwähnt oder wird nicht in ihrer tatsächlichen Gestalt und Funktion dargestellt. Außerdem wird fast jede Frau im Laufe ihres Lebens ein- oder mehrmals Opfer sexueller Übergriffe, vor allem in den Jugendjahren.
  • Diäten sind oftmals der Ausdruck eines schlechten Körpergefühls und können der Einstieg in schwere und oft chronische Essprobleme sein. Zusätzlich beobachten Fachfrauen und –männer eine zunehmende Medikalisierung junger Frauen. Immer mehr Mädchen nehmen auf ärztlichen Rat hin Schmerztabletten bei Menstruationsbeschwerden, Diät- und Abführtabletten sowie die Antibaby-Pille (manchmal nur gegen unreine Haut). Wie Frauen in den Wechseljahren werden auch Mädchen als behandlungsbedürftig betrachtet. Doch die Pubertät ist keine Krankheit, sondern eine Lebensphase.

 

Körperliche & seelische Entwicklung in der Pubertät


Im Jugendalter durchlaufen Mädchen und junge Frauen einen wichtigen Prozess ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Diese körperliche und seelische Entwicklung wird von vielen verschiedenen Faktoren wesentlich beeinflusst. Angefangen bei der Sexualreifung über das Loslösen von der Familie bis hin zum Eingliedern in neue soziale Umgebungen.

Weiters spielt die Ernährung und alles was damit zusammenhängt, eine durchaus wichtige Rolle.

  • Sorge um Normalität / Körperakzeptanz
  • Freundschaft / Partnerschaft / Liebe
  • Sexualität
  • Verhütung
  • Zeugung/Schwangerschaft/Geburt
  • Frauenarzt
  • STD

Problem unregelmäßige Ernährung

 

  • Zu einer gesunden, ausgewogenen Ernährung zählen die Aufnahme von allen lebensnotwendigen Nährstoffen und Vitaminen in angemessenen Mengen sowie regelmäßige, über den Tag verteilte Mahlzeiten.
  • Die ideale Aufteilung der Mahlzeiten besteht aus 3 Haupt- und 2 Zwischenmahlzeiten.
  • Davon ausgehend weisen 23 % der 11-  bis15-jährigen Mädchen eine unzureichende und 25 % (1 oder keine Mahlzeit an manchen Wochentagen) eine problematische Ernährungsweise auf.


Einflussfaktoren:

  • Ernährung in der Kindheit
  • Ernährung der Eltern / der näheren Umgebung (Freunde etc.)
  • (Fach-)Wissen
  • Finanzielle Ressourcen


Die Einstellung zu sich selbst, der eigenen Figur und somit auch zum eigenen Essverhalten hängen, gerade bei weiblichen Adoleszenten, in starkem Maße von der Resonanz ihres Umfeldes ab. Nur wenn die Jugendlichen ausreichend positives Feedback bezüglich ihres Erscheinungsbildes von Nicht-Familienmitgliedern erhalten und sie die Möglichkeit bekommen, über das Thema "Ich" zu sprechen, sich mit anderen über Probleme und Unsicherheiten bezüglich Körperlichkeit und Selbstbewusstsein auszutauschen, kann Ess-Störungen nachhaltig vorgebeugt werden.

 

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