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Teenagerschwangerschaft

Überblick

Ca. 4 Prozent der gebärenden Mütter in Wien sind unter 19 Jahre.
Die folgende Statistik zeigt die Anzahl der  Lebendgeburten von bis 19jährigen Müttern in Wien (Quelle: MA 66, 2004):

 Teenagerschwangerschaften

  

Das Thema Teenageschwangerschaften wird vor allem in den USA und England aufgrund der sehr hohen Rate von schwangeren Teenagern diskutiert. Im internationalen Vergleich liegt Österreich hier auf dem 17. Platz.

Ursachen

Teenageschwangerschaften sind vor allem auf eine unsichere bzw. unregelmäßige Verhütungspraxis bei den Jugendlichen zurückzuführen. Folgende Gründe für solch eine Verhütungspraxis sieht Ostenhoff (1999) in:

  • Ungeplanter Geschlechtsverkehr
  • Hoffnung, dass nicht gleich beim ersten Mal etwas passiert
  • Unsicherer Umgang mit Verhütungsmittel
  • Vergessen auf Verhütungsmittel
  • Hoffnung, dass der Partner aufpasst oder für die Verhütung sorgt
  • Schwangerschaftsrisiko wird in Kauf genommen
  • Mädchen können mit ihrem Partner nicht über Verhütung sprechen
  • Verheimlichung der sexuellen Aktivität vor den Eltern
  • Verhütung wird als Störfaktor empfunden
  • Angst vor Nebenwirkungen des Verhütungsmittels
  • Angst vor dem Frauenarztbesuch

Die Betreuung und Beratung von schwangeren Mädchen erfordert einen völlig anderen Zugang als bei Frauen über 19 Jahren. Die Fachliteratur zeigt, dass Teenagemütter öfters aus zerrütteten Familienverhältnissen kommen, oft alleinstehend sind, Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen hinter sich haben, keinen oder niedrigen Schulabschluss und weniger berufliche Perspektiven haben. Bisherige Erfahrungen haben gezeigt, dass es schwierig ist, diese Mädchen mit institutionalisierten Beratungs- und Betreuungsangeboten anzusprechen.

 

Ansätze zur Beratung

Nach Sorger-Domenigg (2000) haben schwangere Mädchen folgende Wünsche betreffend Beratung und Betreuung:

  • Kontakt mit gleichaltrigen Schwangeren bzw. Müttern.
  • Mehr Informationen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten.
  • Beratungsangebote in der Schule.
  • Der Wunsch, dass in der Schwangeren-Ambulanz mehr auf die soziale und emotionale Situation eingegangen werden soll.
  • Verständlichere und mehr medizinische Informationen
  • Telefonische Beratungs- und Anlaufstelle

 

 

Information, Rat und Hilfe

- First Love Ambulanz Krankenanstalt Rudolfstiftung
Juchgasse 25, 1030 Wien

- Frauengesundheitszentrum F.E.M. Semmelweis Frauenklinik
Bastiengasse 36-38, 1180 Wien, Tel. 01-47615 5771

- Frauengesundheitszentrum F.E.M. Süd Kaiser-Franz-Josef-Spital
Kundratstraße 3, 1100 Wien, Tel. 01-60191 5201

- Haus Lena
Dornbacherstraße 30, 1170 Wien, Tel. 01-4865631

Projekt Haus Lena:
Babydoll Jugendschwangerschaftsbegleitung

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