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Konferenz

„Der Kampf ums Gewicht"

Körper und Gewicht im Spannungsfeld von

Wirtschaftsinteressen, Gesellschaftsnormen, Public Health und Lebensstil

 

    
Unter Fotos finden Sie einen fotografischen Spaziergang durch die Konferenz!

    
 

Film mit Impressionen der Konferenz:

 



Logoleiste

 

 

Der „Kampf um das Gewicht“ ist längst kein individuelles, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. Ernährung ist von einem natürlichen Teil des Lebens zu einem diffizilen Faktor mit einer Unzahl von künstlichen Aspekten und Einflussfaktoren geworden.

 

KampfumsGewicht_klein80-90% der Frauen und Mädchen sind mit ihrem Körper unzufrieden – das ist die gesundheitsgefährdende Regel. Die Zahl bei Männern und Burschen steigt.

 

Wirtschaft und Industrie profitieren von der hohen Körperunzufriedenheit. Lebensmittel-, Diät- und Pharmaindustrie steigern mit laufend neuen Angeboten und Produkten gegen die Gewichtssorgen ihre Gewinne und halten die Körperfokussierung gleichzeitig aufrecht. Kosmetik- und Schönheitsindustrie heben durch Schönheitskult und „Problemzonen“ ihre Umsätze und die Modeindustrie erhebt das Minimalgewicht zum Kult und betreibt die Diktatur der Idealmaße 90-60-90, obwohl nur 6 von 10.000 Frauen diese Körperform haben.

 

Medien schrauben die ästhetischen Standards durch retuschierte (Werbe-)Fotos von Hochglanz-Models und schönheitsoperierten SchauspielerInnen in die Höhe. Mediales Mobbing von Prominenten, die den uniformen Körpernormen nicht entsprechen, ist in Societymagazinen ein beliebter Sport, nur um zwei Seiten weiter die Botschaft des „Nimm-dich-an-wie-du-bist“ zu verkünden. Abhängigkeiten durch Inserate von Großkonzernen verschärfen diese widersprüchliche Wort-Bild-Sprache.

 

GesundheitsexpertInnen und Gesundheitssystem bewegen sich mit ihren gegenlenkenden gesundheitsförderlichen Informationen und Angeboten auf einem schmalen Grad: massives Übergewicht führt zu erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrisiken und damit auch erhöhten Gesundheitsausgaben. Dies erfordert Handeln. Andererseits führen Ernährungs- und Gewichtsempfehlungen bei allen Bevölkerungs- und Körpergewichtsgruppen zu einer übermäßigen Beschäftigung mit dem Gewicht und mitunter zu einem verkrampften und gesundheitsschädigenden Verhältnis zum eigenen Körper. Somit steigt auch die Zahl derer, die sich für ein vermeintlich gesundes Gewicht krank und mager hungern.

 

Über allem schwebt die Idee von sozialem Aufstieg durch Körperformung und Anpassung an ein vermeintliches Körperideal. Zurück bleiben verunsicherte Frauen und Männer, Mädchen und Burschen.

 

Die Konferenz greift diese gesellschafts- und gesundheitpolitisch hochbrisanten Themen auf und widmet sich Fragen wie:

  • Wie schafft Public Health den Spagat zwischen der erfolgreichen Förderung eines positiven Gesundheitsverhaltens bei gleichzeitiger Vermeidung der Erzeugung von Körperunzufriedenheit?
  • Welche gesellschaftlich-ökonomischen Veränderungen der letzen 120 Jahre wirken auf unser Ernährungsverhalten und unsere Esskultur?
  • Welche wirtschaftlichen Interessen stehen hinter Körpergewicht und der Unzufriedenheit damit?
  • Sind Dicke krank oder werden sie krank geredet und gemacht durch Spott und Stigmatisierung, die zu ungesunden Abnehmversuchen führen? Und wer profitiert davon?
  • Welche Auswege bieten sich an?

 

 

 

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