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Lebenslust statt Depression“ Publikumsveranstaltung

Thema

  • Wiener Bündnis gegen Depression


Ausgangslage

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen. Jede vierte Frau und jeder achte Mann erkranken im Laufe ihres Lebens an einer Depression. In Österreich leiden derzeit mindestens 400.000 Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression. Trotzdem wird die Erkrankung in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen, bleibt häufig unerkannt und unbehandelt.

 

  • Derzeit leiden mindestens 5% der Bevölkerung an einer Depression.
  • Depressive Erkrankungen beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen mehr als andere Krankheiten.
  • 70% - 80% der Suizide erfolgen im Rahmen depressiver Erkrankungen.
  • Die Kosten für depressive Erkrankungen betragen 1% des Bruttoinlandproduktes und für die Behandlung entfallen nur 0,5% - 1% der nationalen Gesundheitsausgaben.
  • 45% der an Depression leidenden Menschen erhalten keine adäquate Behandlung oder nehmen keine in Anspruch.

 

Grobziele

  • Auftreten gegen die Stigmatisierung der Erkrankung
  • Stärkung des Wissens (Häufigkeit, Ursachen, Behandlung,...)
  • Akzeptanz für die Psychotherapie schaffen
  • Mehr Aus- und Fortbildungen zum Thema Depression
  • Verstärkte Vernetzung mit unterschiedlichen MultiplikatorInnen (ÄrztInnen, Allgemeinmediziner, InternistInnen, GerontologInnen, GynäkologInnen, UrologInnen, LehrerInnen, BeraterInnen, SozialarbeiterInnen, Pflegepersonal)
  • Initiativen im Präventions- und Hochrisikogruppenbereich

Feinziele


  • Die Erkrankung besser zuordenbar, akzeptiert und früher erkannt werden
  • Verständnis bei den MultiplikatorInnen und im sozialen Umfeld der Betroffenen
  • Geschlechterspezifische Kommunikation:
    Was bedeutet Depressionen bei männlichen Jugendlichen und erwachsenen Männern, und bei weiblichen Jugendlichen und erwachsenen Frauen?
    Was sind die daraus abgeleiteten geschlechtsspezifischen Bedürfnisse? Wo sind unterschiedliche Belastungen und Defizite? 


Methodik

Zur Aufklärung wurde ein Folder mit Informationen, Hilfsangeboten und Adressen in Wien und einem Selbsttest hervorgebracht.
Weiters wurde mit der Info-Veranstaltung „Wenn die Seele nicht mehr baumelt – Frauen und Depression“ ein direkte Zugang zur Risikogruppe hergestellt.


Ergebnisse

Mit der Veranstaltung „Wenn die Seele nicht  mehr baumelt – Frauen und Depression“ wurden 160 Personen erreicht, davon waren 95% der Besucher weiblich.
Die Evaluierung der Veranstaltung zeigte, dass Personen unterschiedlichsten Alters (14-73 Jahre) und aus den verschiedensten Beweggründen (fachliches Interesse, selbst betroffen, Angehöriger eines Betroffenen, etc.) anwesend waren. Obwohl viele der BesucherInnen meinten ein durchaus hohes Wissen über das Krankheitsbild der Depression zu haben, gaben über 70% an, im Zuge dieser Veranstaltung neue Fakten erfahren zu haben.
Das hohe fachliche Interesse für die Vorträge und die große Anzahl an Betroffenen bei dem Event zeigen, dass das Thema "Depression" weiterhin in der Öffentlichkeit diskutiert werden muss.

Finanzierung der Veranstaltung

  • Wiener Programm für Frauengesundheit

Kooperationspartner

  • Wiener Programm für Frauengesundheit, Wiener Bündnis gegen Depression

Laufzeit

  • 16. 04. 2007

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