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„Interventionsprojekt zur Senkung des PPD-Risikos bei Schwangeren"

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Die Stadt Wien hat im Rahmen des Wiener Programms für Frauengesundheit ein Interventionsprojekt zur Prävention von PPD an drei Wiener Spitälern durchgeführt. Dabei wurden alle Frauen mit dem EPDS (Edinburgh Postpartal Depression Scale) gescreent. Es zeigte ein hohes Belastungspotenzial von schwangeren Frauen in Wien. Rund 28% aller 3.000 in dem Interventionsprojekt Befragten hatten zu einem der vier Befragungszeitpunkte EPDS-Werte im Risikobereich. Rund 14 % wiesen sozioökonomische Belastungsindikatoren auf, eine positive psychiatrische Vorgeschichte wurde bei 10 % der Befragten festgestellt.

 

Deutlich sichtbar wurde der Einfluss psychosozialer und sozioökonomischer Belastungsfaktoren auf depressive Zustände schwangerer Frauen. Erhöhte EPDS-Werte hatten Frauen mit niedrigem Einkommen, schlechter wirtschaftlicher Lage, niedriger gesellschaftlicher Position und geringer Zufriedenheit mit ihrem Lebensumfeld, Frauen mit Gewalterfahrung in Kindheit und Jugend und auch jüngere Schwangere.

 

Frauen mit erhöhten EPDS-Werten wurden gezielt zu PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, Hebammen und SozialarbeiterInnen zugewiesen, um Risikofaktoren abzumildern und somit der Entwicklung einer PPD vorzubeugen.

 

Ziele

  • Früherkennung von Risikofaktoren für die Entwicklung von PPD
  • Frühe Intervention bei Vorliegen von Risikofaktoren zur Verhinderung des Ausbruchs von PPD 

Ergebnisse

Die Evaluation des Interventionsprgrammes zeigte positive Effekte des Projektes auf, wie Sensibilisierung, Enttabuisierung, bessere Vernetzung und Aufmerksamkeit in den Projektkrankenhäusern. Weiters zeigten sich positive Effekte bei den Risikopatientinnen. 

Finanzierung

  • Wiener Programm für Frauengesundheit, Fond Gesundes Österreich 

 
Projektträger

  • Wiener Programm für Frauengesundheit, KAV, MA 11, MA 15, österreichisches Hebammengremium

Laufzeit

  • Beginn 2001 Ende 2003
  • Status abgeschlossen

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