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Gesundheitsförderung in betreuten Werkstätten - Jugend am Werk
Projektziel
Zielsetzung des Projektes war es, Frauen mit Behinderung für frauengesundheitsspezifische Themen zu sensibilisieren, ihnen Gesundheitsangebote vor Ort zu bieten und Basiswissen zu gynäkologischen Themen zu schaffen.
Zeitraum
November 2007 – November 2008
Projektbeschreibung des einjährigen Pilotprojektes
Von November 2007 bis November 2008 hat das Wiener Programm für Frauengesundheit in sehr guter Kooperation mit Jugend am Werk, ein Projekt konzipiert, finanziert und umgesetzt, das Frauen mit Behinderung grundlegende Kenntnisse über den weiblichen Körper, Sexualität und Verhütung vermittelt, sowie Maßnahmen zur Gewaltprävention und Empowerment gesetzt hat. Es wurden monatlich Kurse direkt vor Ort für die im Betrieb beschäftigten Frauen angeboten, das Selbstverteidigungsseminar fand alle zwei Monate statt.
Zielgruppe: Frauen mit Behinderung (mit Lernschwäche, Körperbehinderung, Mehrfachbehin-derung)
Ort: Betreute Werkstätte Jugend am Werk Landstraße Hauptstraße
Angebote:
- Gynäkologische Sprechstunde einmal im Monat einmal im Monat wurde in den Werkstätten von Jugend am Werk (Wienweit) eine gynäkologische Sprechstunde (je 3 Stunden) angeboten. Die Inanspruchnahme erfolgte ohne vorheriger Anmeldung. Die Gynäkologin bahnte, wenn erforderlich, auch den Weg zu einer gynäkologischen Untersuchung.
- Sexualpädagogische Workshops einmal im MonatEin Zyklus beinhaltete drei Kursblöcke zu den Themen:
- 1. Körper, anatomische Grundlagen, un/angenehme Berührungen, Selbstbefriedigung
2. Nähe & Distanz, Beziehungswünsche/-konflikte
3. Sexualität, Verhütung, Schwangerschaft, Kinderwunsch - Selbstverteidigung, Empowermentseminare alle zwei Monate
Dieser Kurs wurde alle zwei Monate zu 2x4 Stunden angeboten. Die Kursteilnehmerinnen haben gelernt eigene Grenzen wahrzunehmen und Techniken erworben (u.a auch NEIN zu sagen), mit deren Hilfe sie die Einhaltung dieser durchsetzen können. In Folge dient der Kurs dazu im Alltag besser als zuvor selbstbestimmt denken und handeln zu können.
Informationsarbeit
Um das neue Kursangebot bei den in den Werkstätten beschäftigten Frauen bekannt zu machen und die KursleiterInnen vorzustellen, wurde im November 2007der Projektstart mit einer Kickoff Veranstaltung bekannt gemacht. Zu diesem Zweck wurde ein Plakat bei Jugend am Werk Landstrasse ausgehängt und die Leitungen aller Werkstätten mit einem elektronischen Flyer informiert, um auch Frauen anderer Einrichtungen zu erreichen.
Die Kickoff wurde von rund 30 interessierten Frauen besucht und die KursleiterInnen stellten ihre Themen vor. Durch die zahlreichen Fragen und das Feedback der Frauen vor Ort war der Bedarf an dem Angebot klar ersichtlich. Der Zeitrahmen ermöglichte den KursleiterInnen schon bei der Kickoff Veranstaltung auf die Fragen und aufgeworfenen Themen einzugehen.
Ergebnisse
In der Projektlaufzeit konnten 215 Frauen bei Jugend am Werk erreicht werden.
Das Pilotprojekt wurde einer begleitenden Evaluation durch das IHS unterzogen. Das Ergebnis zeigt großen Bedarf, starke Akzeptanz sowohl bei den WerkstattleiterInnen, als auch auf Seiten der Zielgruppe und eine Empfehlung zur Weiterführung auf.
An einer Fortsetzung und Ausweitung des Angebotes wird derzeit gearbeitet.
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