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Schulwettbewerb: "We like everyBODY!"

Hintergrund:
Die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Körpernormen und angeblichen Schönheitsidealen ist ein wesentlicher Schritt zur eigenen Akzeptanz. Denn: Aussehen und Gewicht sind zentrale Sorgen von Mädchen und jungen Frauen. Neun von zehn Mädchen/jungen Frauen sind mit ihrem Körper unzufrieden. Dieses Faktum hat für ihre Gesundheit Folgen. 40% der 10-12-Jährigen machen sich Sorgen um ihr Gewicht, mehr als 50% der 15-Jährigen hält Diäten und bis zu 25% der Mädchen und Frauen experimentiert mit Abführmitteln, Diätpillen und Erbrechen, um ja nur nicht zuzunehmen. Essstörungen, Depressionen bis hin zum Wunsch nach Schönheitsoperationen schon im Jugendalter sind die Folgen.

Um dem gegenzusteuern, initiierte das Wiener Programm für Frauengesundheit an allen Wiener Schulen mit einer 8. und 9. Schulstufe den Schulwettbewerb "We like everyBODY! Unsere Schule ohne Schlankheitswahn", um SchülerInnen zu ermutigen, sich für ein positives "Körperklima" in der eigenen Schule einzusetzen und eine Werbekampagne dazu zu entwickeln. Die Schule ist in der Regel das erste soziale Gefüge in dem Jugendliche mit Trends und Gruppendruck konfrontiert sind. Immer mehr orientieren sich die Jugendlichen bei der Wahl ihrer Vorbilder an abgemagerten Popstars, Models und SchauspielerInnen. Über die zugrunde liegenden Essstörungen der Celebrities oder der Manipulation durch Schönheitsoperationen und Graphikprogrammen sind sich die Schüler selten bewusst.

Ziel:
Ziel des SchülerInnen-Wettbewerbs war es, durch die Stärkung eines positiven Körperbewusstseins, die Verbreitung der Vielfalt des menschlichen Aussehens in positiver und nachahmenswerter Weise in der Schule und die positive Auseinandersetzung der Jugendlichen mit Körperbildern, die Körper-Selbstakzeptanz zu fördern und das „Körperklima“ in der Schule nachhaltig zu verbessern.

Schritte der Durchführung:

1) Kick-Off-Verstaltung

Der Schulwettbewerbs startete mit einer Kick-Off-Informationsveranstaltung für Lehrkräfte am 18.    Mai 2011 im Alten Rathaus in Wien. Hier wurden alle Wiener Schulen eingeladen über den Wiener Stadtschulrat (die LehrerInnen, SchulpsychologInnen und SchulärztInnen), um über Hintergrund und Ziel des Schulwettbewerbs informiert zu werden. Obwohl der offizielle Start an den Schulen erst im September 2011  erfolgte, wurde die Vorstellung des Wettbewerbs bewusst im  Sommersemester 2011 gewählt, um den Lehrkräften die Planung und Einplanung des Wettbewerbs in den Lehrplan im Wintersemester 2011/12 zu geben.
An der Startveranstaltung nahmen 85 Lehrkräfte und SchulärztInnen teil, der mit dem Hauptvortrag der kanadische Präventions- und Essstörungsexpertin Univ. Prof.in Dr.in Niva Piran zu schulischen Präventionsmöglichkeiten einen Höhepunkt hatte. Piran, klinische und Gesundheitspsychologin und Professorin an der Universität in Toronto, ist seit 25 Jahren in der Prävention und Behandlung von Essstörungen vor allem an Schulen tätig. Sie engagiert sich für einen ganzheitlichen und partizipatorischen, also die ganze Schule und Schulgemeinschaft umfassenden Ansatz zur Prävention von Körperunzufriedenheit und somit Essstörungen. Piran fordert alternative Medienkampagnen an Schulen, die die Vielfalt des menschlichen Körpers zeigen sowie eine kritische Schulung und Auseinandersetzung mit Stereotypen zu Frauen- und Männerrollen (Media literacy!).  Fotos

 
2) Workshop "How can schools promote a positive body image and prevent eating disorders"

Das Wiener Programm für Frauengesundheit organisierte einen kostenlosen ganztägigen Workshop für LehrerInnen, SchulärztInnen, SchulpsychologInnen, SchulsozialarbeiterInnen und ElternvertreterInnen am 19. Mai im Festsaal des Wiener Stadtschulrates. Leiterin des Workshops war Prof.in Niva Piran. Die anwesenden 95 SchulmitarbeiterInnen, die in Arbeitsgruppen mögliche Maßnahmen für ein positives Körperbild an Schulen erarbeiteten, bekräftigten nochmals die Wichtigkeit der Unterstützung zu einem Wohlfühlen im Körper: auch ihre Erfahrungen zeigen die große Verunsicherung und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper unter den Jugendlichen. Der Workshop war als Unterstützung für die Lehrkräfte gedacht, um diesen zu ermöglichen, durch die intensive Schulung in der Thematik die SchülerInnen beim Planen und Ausarbeiten der Werbekampagne bestmöglich unterstützen zu können. Fotos


3) Verteilung von Info-Material

Für die SchülerInnen selbst startete der Wettbewerb im September des Schuljahres 2011/2012. Rund 56.000 Informationsmaterialien wie Plakaten, Flyern und Postkarten wurden verteilt, um die SchülerInnen und Lehrkräfte über den Wettbewerb zu informieren. Bis 30. Oktober konnten sie sich über www.welikeeverybody.at anmelden und bis 19. Dezember 2011 ihr Konzept einreichen.


4) Umfassende Unterstützungsmöglichkeiten für teilnehmende Schulen:

  • Schulung zum Thema  „Wie macht man eine Werbekampagne“ durch den Präsident des Österreichischen Werberates, Michael Straberger, An zwei Terminen, (10. u. 23. Nov.) für alle Jugendlichen, um den SchülerInnen bestmögliche Vorbereitung für die Entwicklung der Kampagne zu geben.
  • Erstellung eines schriftlichen Leitfadens "Wie mache ich eine Werbekampagne" in jugendgerechter Sprache zum Herunterladen von Website.
  • Kostenlose „bodytalk“-Workshops des Frauengesundheitszentrums F.E.M. konnten von den Schulen angefordert werden.


Mit Abgabeschluss am 19. Dezember reichten 12 Schulen insgesamt 17 Konzepte ein. Mehr als 340 Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit Unterstützung ihrer engagierten LehrerInnen mit der Thematik.

Jury:


Am 23. Jänner 2012 wurde in einer interdisziplinären Jury die GewinnerInnen ermittelt. Jurymitglieder waren:

  • Christine Bischof, Leiterin der Hotline für Essstörungen
  • Fachinspektorin Dipl. Päd. Claudia Ischepp, Stadtschulrat für Wien
  • Mag.a Michaela Langer, Wiener Programm für Frauengesundheit
  • Mag.a Ruth Neckham, Schulpsychologie des Stadtschulrates
  • Inge Prader, Mode- und Starfotografin
  • Petra Roschek, Model und ehemals von Essstörungen Betroffene
  • Mag.a Waltraud Rumpl, Presseinformationsdienst der Stadt Wien
  • Michael Straberger, Präsident des Österreichischen Werberates
  • Ingrid Wallner, Vorstandsmitglied des Wiener Elternverbandes


Preisverleihung:
Am 28. Februar fand im MUSA - Museum auf Abruf die Preisverleihung statt, zu der alle 340 SchülerInnen mit ihren LehrerInnen eingeladen wurden. Moderiert von Daniela Zeller und von der Schulband der Dominikanerinnen musikalisch begleiteten, wurden in einer schwungvoll  Zeremonie die Preise verliehen: Fotos

  1. Sieger: ZPC-Schule mit der Kampagne "Genau richtig"! Mit einem umfassenden und die Vielfalt positiv unterstützenden Konzept konnten sie die Jury überzeugen! Als ersten Preis gab es neben der Umsetzung des Kampagnenkonzepts ein Fotoshooting mit der Mode- und Starfotografin Inge Prader!
  2. 2. Platz: 1B der HAS der Schulen des bfi Wien mit der Kampage "Wohlfühlzone". Als Preis konnten sie gemeinsam mit dem Jugendportal "City & Life" auf Videodreh gehen und eine Umfrage gestalten.
  3. 3. Platz: 4D des BG 9 - Billrothgymnasium mit dem Konzept "Billroth likes everyBODY"! Sie bekamen als Preis einen Auftritt bei der Radiosendung "Teenstalk" auf Radio Orange 94.0 und der selbstständigen Gestaltung eines Radiobeitrags!

Die Auswahl der Preise wurde nach dem Gesichtspunkt der Schulung in Medienkompetenz gemacht: die Jugendlichen sollten mit den Preisen die Möglichkeit erhalten, einen Blick hinter die Kulissen von Medien zu werfen.

 

Weiterführende Informationen finden Sie unter folgendem Link.

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