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„Gesund arbeiten ohne Grenzen“
Thema
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Interkultureller Gesundheitszirkel für Hausarbeiterinnen
Ausgangslage
Steigende Belastungen am Arbeitsmarkt, Druck und psychosoziale Belastungen und die damit verbundenen vermehrten Krankenstände führen dazu, dass betriebliche Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz immer breiteren Raum einnimmt und auch seitens der ArbeitgeberInnen unterstützt wird. Unter dem Gesichtspunkt der zunehmenden Diversität im Arbeitskontext ist es wesentlich, frauen- und kulturspezifische Aspekte in die betriebliche Gesundheitsförderung zu integrieren. Bislang gibt es kaum Projekte, die explizit die Bedürfnisse von Frauen unter Einbeziehung ihres Migrationshintergrundes adressieren. Bei herkömmlichen Gesundheitsförderungsprojekten haben diese bei geringen Sprachkenntnissen meist keinen Zugang.
Dies betrifft insbesondere Frauen mit geringem Einkommen. Wissenschaftliche Studien weisen hier die höchsten psychosozialen Belastungen nach.
Das Wiener Programm für Frauengesundheit unterstützt ein betriebliches Gesundheitsförderungsprojekt von FEM Süd, das sich an die Hausarbeiterinnen in Krankenhäusern des Wiener Krankenanstaltenverbunds richtet. Nachdem an der Semmelweisklinik und im Kaiser Franz-Josef-Spital das Pilotprojekt erfolgreich beendet wurde, wird das Gesundheitsförderungsprojekt seit September 2007 den Hausarbeiterinnen in Elisabethspital, Krankenhaus Hietzing und in der Zentralwäscherei des Krankenanstaltenverbunds angeboten.
Zielgruppe
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Hausarbeiterinnen in Wiener Gemeindespitälern, Focus auf Frauen mit Migrationshintergrund
Methodik & Inhalte
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Vorerhebung gesundheitlicher Belastungen mithilfe von Fragebogen und qualitativen Einzelinterviews
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Durchführung muttersprachlicher Gesundheitszirkel
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Planung und Umsetzung der erarbeiteten Lösungsvorschläge
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Sicherung der Nachhaltigkeit
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Durchführung eines „Frauengesundheitstags“ im Krankenhaus (für alle Mitarbeiterinnen)
Ziele
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Frauen- und kulturspezifische innerbetriebliche Arbeit.
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Gesundheitsfördernde Maßnahmen werden maßgeschneidert angeboten.
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Ausgegangen wird dabei von einem umfassenden Gesundheitsbegriff, der psychosoziale Aspekte sowie Wohlbefinden mit einbezieht.
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Sensibilisierung und Bewusstseinbildung für Gesundheitsvorsorge, sowie Verbesserung der Gesundheit von Hausarbeiterinnen.
Ergebnisse der IST-Erhebung (Pilotprojekt)
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In den Gesundheitszirkelsitzungen sowie in der Fragebogenerhebung wurde Stress als Hauptbelastungsfaktor genannt.
Weitere „Krankmacher“:
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mangelnde Abgrenzung
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Doppel- bzw. Mehrfachbelastungen
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Finanzielle Probleme
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Kommunikationsschwierigkeiten
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belastendes Arbeitsklima
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Verwendung des Namens „Putzfrau“
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am untersten Ende der Hierarchie
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Probleme bei Arbeitsabläufen bzw. Dienstübergaben
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usw.
Maßnahmen (Pilorprojekt)
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Bewegungstraining bzw. Gymnastik
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Inforunden zu den Themen: Stress, Konflikt, Kommunikation und Entspannung
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Erziehungsberatung
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Sozialberatung
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Externes Projektcoaching
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Muttersprachlicher Gesundheits-Zirkel à 6 Sitzungen
- Dabei waren alle Angebote zweisprachig und kostenlos.
- Weiters wurde ein Frauengesundheitstag im Krankenhaus organisiert.
Ergebnisse & Evaluation der Gesundheits-Zirkel
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100% der Teilnehmerinnen bewerteten das gesamte Pilotprojekt, die Verbesserung des Wohlbefindens, das Know-how über soziale Belange, Empowerment und die Wertschätzung für einen besseren Umgang im Unternehmen mit einem „Sehr Gut“.
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Posterpreis bei der 11. Österreichischen Konferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser (19. & 20.10.2006 in Bruck/Mur)
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Gesundheitspreis der Stadt Wien 2006 – 2. Platz in der Kategorie „Gesundheitsförderung und Prävention“ (Verleihung am 14.12.2006 im Wiener Rathaus)
Finanzierung
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Wiener Programm für Frauengesundheit, Wiener Gebietskrankenkasse, Fonds Gesundes Österreich
Projektträger
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FEM Süd, Wiener Programm für Frauengesundheit
Laufzeit
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Pilotprojekt: Mai 2006 bis April 2007
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Fortführung: September 2007 bis Februar 2009
- Status: laufend
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